Zeichnung eines Mannes inmitten von Menschen auf einer Treppe
Im Motion Comic „Grenzübertritte“ wird Reza mit anderen Geflüchteten vom Flughafen Schönefeld ausgehend unwissentlich nach West-Berlin abgeschoben. Die Farben, Lichtverhältnisse und Gesichtsausdrücke verstärken die Stimmung von Angst, Ungewissheit und Machtlosigkeit. Zeichnung von Azam Aghalouie und Hassan Tavakoli / Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn © 2022 https://mocom-memories.de/grenzuebertritte/ [20.04.2025]

von Lisa Hölscher

Motion Comics als Medium für einen emotional-globalhistorischen Perspektivwechsel

Das Medium Motion Comic kann in der historisch-politischen Bildungsarbeit vielseitig genutzt werden, um junge Menschen für die Zeitgeschichte zu interessieren. Denn das Medium ermöglicht Perspektivwechsel auf verschiedenen Ebenen und emotionale Zugänge – Aspekte, die in der Vermittlung von komplexen und historischen Zusammenhängen neben der reinen Wissensvermittlung grundlegend sind.

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Filmstill eines Animationsfilms: Ein Junge in KZ-Kleidung zertritt ein Bild.
Abb. 3: Still aus dem Film „Am Lagertor“, Animationsfilm von Cosimo Miorelli; Out of Focus; Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ©, Berlin 2020; Bildarrangement und Zeichnung: Maren Jung-Diestelmeier 2024

von Maren Jung-Diestelmeier

Doing Images – Doing Displays

Den Animationsfilm „Am Lagertor“ über die Befreiung des KZ Sachsenhausen kann jede Person heute über die Plattform YouTube abrufen – unabhängig davon, ob sie in der Schule oder im Zug auf ihre Handy-App guckt, am Schreibtisch oder in einem Café arbeitet oder müde auf dem Sofa sitzt:

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Comic-Panel: schwarzer Hintergrund mit Händen, darin ein weißes Gesicht mit den Händen vor den Augen, oben Schrift.
Abb. 4: Seite 73 aus dem Graphic Novel-Manuskript „Kolonie der Würde“ (AT), 2022, Sonja Hugi ©

von Sonja Hugi

Gewaltdarstellungen in Graphic Novels

Wie können Geschichten so erzählt werden, dass Leute sie hören wollen? Die Frage stellt sich insbesondere allen, die ein Interesse daran haben, dass sich die Gesellschaft mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzt. Vor allem, wenn diese Geschichte schmerzhaft ist oder so lange zurückliegt, dass scheinbar keine Berührungspunkte zum aktuellen Leben mehr vorhanden sind.

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Viele Einzelszenen von einer Gerichtsverhandlung, Polizisten, Frauen, einem Zeitungsleser etc.; in der Mitte Text
Bettina Köhler, „immertreu“, Comic-Plakat (2019) © Wir danken Bettina Köhler, dass wir einen Ausschnitt aus ihrem Werk als visuellen Teaser für den Workshop und das Themendossier „Was man nicht sieht! Perspektivwechsel durch Comics“ nutzen dürfen.

von Bettina Köhler

Zeichnen als Instrument

Aus der Position der Visual History muss ein Comic daher der Frage standhalten: Wie vermittelt man den theoretischen Anspruch an eine Zeichnung, mehr zu sein, als eine bloße Bebilderung des geschriebenen Wortes oder die Reproduktion einer historischen Referenz? Geht das überhaupt, wenn Autor:in und Illustrator:in aus so gegensätzlichen Arbeitsfeldern kommen, die wiederum zum Gegenstand des Bildes so konträre Positionen vertreten?

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Ein Mann führt ein Pferd, das einen Pritschenwagen voll mit Menschen zieht.
Abb. 2: Graphic Novel, Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen: Todesmärsche nach Gardelegen: Ein Angehöriger der Zivilbevölkerung stellt sein Pferdefuhrwerk für den Transport marschunfähiger KZ-Häftlinge zur Verfügung © KOCMOC Exhibitions GmbH

von Lukkas Busche

Neue Perspektiven auf die Geschichte des Massakers von Gardelegen

Neue Perspektiven können dort eröffnet werden, wo Überlieferungslücken den Blick auf die Geschichte einschränken oder das vorhandene Quellenmaterial aus didaktischen Erwägungen nicht präsentiert werden sollte.

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Collage der Cover von acht Comic-Büchern
Cover von folgenden Comics (von links oben): Osamu Tezuka, Adolf (アドルフに告ぐ, Adorufu ni Tsugu, 1983, 4 Bände) ©; Art Spiegelman, Maus, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt a.M. 2008 ©; Moritz Stetter, Bonhoeffer, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh/München 2010 ©; Reinhard Kleist, Der Boxer: Die wahre Geschichte des Hertzko Haft, Carlsen, Hamburg 2012 ©; Jérémie Dres, We Won’t See Auschwitz, SelfMadeHero, London 2012 ©; Barica Emanuel, Birds with broken wings, Amaro Foro e.V., Berlin 2020 ©; Jens Genehr, Valentin, Golden Press, Bremen 2019 ©; Jan Bazuin, Tagebuch eines Zwangsarbeiters“, C.H.Beck, München 2022 ©

von Christine Gundermann

Comics als Medium von Erinnerungskultur(en) verstehen

In meinem Beitrag soll es vor allem um den Comic als Erinnerungsmedium gehen, also als Medium, in dem einerseits individuelle Erinnerungen visualisiert werden, das aber andererseits auch als Ausdruck von spezifischen (kollektiven) Erinnerungen verstanden werden kann.

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Gezeichnete Frauen, die nach unten schauen.
Bettina Köhler, „immertreu“, Ausschnitt, Comic-Plakat (2019) ©

von Christine Bartlitz

Was man nicht sieht! Perspektivwechsel durch Comics

Mit dieser Einleitung startet das Themendossier „Was man nicht sieht! Perspektivwechsel durch Comics“ auf Visual History. In den folgenden Wochen werden wir Beiträge präsentieren, in denen Comics in Publikationen, Ausstellungen, Filmen und digitalen Spielen sowie in VR-Anwendungen anhand konkreter Praxisbeispiele genauer in den Blick genommen werden.

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Banner mit Schrift
Screenshot Calls for Papers: Rural Photography in Europe During the Long Nineteenth Century https://www.ruralhistory.eu/newsletter/2025/rhn-2025-037

von Christine Bartlitz

CfP: Rural Photography in Europe During the Long Nineteenth Century

The international research project PICTURE invites scholars of all grades to participate in a series of online workshops leading up to an in-person symposium and exhibition at the University of Paris Cité (November 13-15, 2025).

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Foto eines vergrößerten Kameraobjektivs auf blauem Grund und weiße Schrift
https://www.digitalesbild.gwi.uni-muenchen.de/call-for-abstracts-fuer-die-kg-Teaser: CfA: Das digitale Bilde sonderausgabe-das-digitale-bild-glokalisierung-ethik-und-bildhandeln/#noid

von Christine Bartlitz

CfA: Sonderausgabe „Das digitale Bild: Glokalisierung, Ethik und Bildhandeln”

Die Sonderausgabe „Das digitale Bild: Glokalisierung, Ethik und Bildhandeln“ soll 2026 bei „kommunikation@gesellschaft“ erscheinen.

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Plakat mit drei Fotos und Schrift auf schwarzem Hintergrund
CfP: Studientage für Fotografie 2025: Plakat (Ausschnitt) © Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg https://www.uni-marburg.de/de/fotomarburg/aktuelles/nachrichten/studientage2025

von Christine Bartlitz

CfP: Studientage für Fotografie 2025: „Fotografie und Bewegung“ / „Photography and Movement“

Bereits zum sechsten Mal finden die Studientage für Fotografie als internationales interdisziplinäres Forschungskolloquium am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK) statt.

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Flyer mit drei unscharfen Fotos und Schrift
Teaser: Tagung „Gewaltbilder im Fokus“, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz https://www.ghwk.de/de/termine/termin/gewaltbilder-im-fokus

von Christine Bartlitz

Tagung: Gewaltbilder im Fokus

Die Auseinandersetzung mit Gewaltbildern stellt eine zentrale Herausforderung für die Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus und der Shoah dar. Fotografien und Filmaufnahmen der NS-Verbrechen – insbesondere die fotografischen und filmischen Aufnahmen der Alliierten aus den befreiten Lagern – dienten u.a. in den Nachkriegsprozessen als historische Beweise. Sie wurden in Ausstellungen und dokumentarischen Filmen verwendet und […]

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Foto einer Gruppe von Frauen an einem Fluss vor einer Brücke
Abb. 4: „Die Mädchen aus Mostar“. Von Moldvay fotografiert vor der historischen Brücke Mostars am Ufer der Neretva. Die Frauen haben an diesem Tag, dem 2. März 1973, das Angebot erhalten, als Arbeitsmigrantinnen in die Bundesrepublik zu gehen. © Mihály Moldvay mit freundlicher Genehmigung

von Violetta Rudolf

„Ich dachte, wenn ich die Umstände zeige, helfe ich, sie zu beseitigen …“

Mihály Moldvay ist 1962 als „Gastarbeiter“ aus Jugoslawien in die Bundesrepublik gekommen. Statt – wie gedacht – nach einiger Zeit mit dem als Autoschlosser verdienten Geld in seine Heimat zurückzukehren, ist er geblieben. Moldvay machte eine Ausbildung zum Fotoreporter und arbeitete 35 Jahre lang als einer der wenigen festangestellten Fotojournalisten beim „Stern“. Vor etwas mehr […]

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Ansichten von Ansichtskarten und Schrift
Abb.: Startseite der Online-Ausstellung „Aus der Zeit – Eine Kreuzberger Postkartensammlung 1890-1945“, FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Website: https://sammlung-plewka.friedrichshain-kreuzberg-museum.de/ [10.02.2025]

von Alexander Elspaß

Ansichtskarten ausstellen

Im Rahmen unseres Praxisprojekts im Masterstudiengang Public History haben wir uns intensiv mit der Sammlung Peter Plewka auseinandergesetzt und auf Basis der über 5500 digitalisierten Ansichtskarten aus Berlin-Kreuzberg vor 1945 eine digitale Ausstellung kuratiert.

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Buchcover mit Schrift und ganz vielen bunten Aufklebern bzw. Ansteckern
Cover: Gerhard Paul, Die Bundesrepublik. Eine visuelle Geschichte, wbg (Wissenschaftliche Buchgemeinschaft) Theiss, Darmstadt 2023

von Rolf Sachsse

Rezension: Gerhard Paul, Die Bundesrepublik. Eine visuelle Geschichte

In der Einleitung bezeichnet Gerhard Paul etwas kokett die Bundesrepublik Deutschland als „alte Dame“, aus deren „Bilderschatz“ er ein „Album“ zusammengestellt habe …

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Schrift auf blauem Grund
Tagung: Das „Bildliche“ in Recht und Religionen https://www.donau-uni.ac.at/dam/jcr:6c798517-fb2b-4adb-8a60-1450e7ba5976/Einladung_Recht-und-Religionen_10-24_Web.pdf

von Christine Bartlitz

Das „Bildliche“ in Recht und Religionen

Bilder im Speziellen und visuelle Objekte im Allgemeinen sind kulturell geformte Gegenstände eigener Art. Anders als Texte oder gesprochene Sprache sind visuelle Kulturobjektivationen (Karl Mannheim) Phänomene, die mehrdeutig sind und manchmal auch Gegensätzlichkeit in sich verkörpern. Mancher Sinn erschließt sich uns unmittelbar beim Betrachten solcher Objekte, mancher anderer Sinn bleibt uns ohne spezifisches Wissen verborgen. […]

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Drei Buchansichten: links: Bild von Quadriga und Hakenkreuzfahne und Schrift; Mitte: Zeichnung eines Soldaten und Schrift; rechts: nur Schrift
Links: Kampf um’s Dritte Reich, Cigaretten-Bilderdienst Altona-Bahrenfeld 1933, Cover; Mitte: Deutschland erwacht, Cigaretten-Bilderdienst Altona-Bahrenfeld 1933, Cover; Rechts: Adolf Hitler, Cigaretten-Bilderdienst Altona-Bahrenfeld 1936, Cover mit Blick auf den Buchrücken

von Kavita-Kathleen Toora

Zigarettensammelalben der Firma Reemtsma im Dienst des Nationalsozialismus

Der Cigaretten-Bilderdienst Altona-Bahrenfeld gehörte zur Zigarettenfirma Reemtsma und war einer der anerkanntesten Herausgeber solcher Zigarettensammelalben. Nach der Machtübernahme der NSDAP im Jahr 1933 brachte der Bilderdienst Sammelalben heraus, deren Inhalte in Kooperation mit dem Fotografen Heinrich Hoffmann, der die Bilder beisteuerte, und der NS-Regierung entstanden, die über das RMVP Inhalte zu den Sammelalben anfertigte.

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Zeitschriften-Cover mit Logo, Text und Fotografie von Männern in Uniform, die den Arm heben
Titel: „In Europa gingen die Lichter aus“ (Fotos: u.a. Presse Illustrationen Heinrich Hoffmann), in Stern, Nr. 36, 05.09.1959 © Erst zehn Jahre nach dem Erscheinen der ersten „Stern“-Ausgabe vom August 1948 wagte sich die Zeitschrift an die kritische Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Im November 1958 nahm Henri Nannen im Vorwort zu einem Bildbericht über den Prozess gegen den ehemaligen Gauleiter Erich Koch erstmalig Stellung zu den Verbrechen am jüdischen Volk. In der Artikelserie „In Europa gingen die Lichter aus“ vom Oktober 1959 kam der Fotograf und Redakteur Joe Heydecker im „Stern“ zu Wort. Heydecker war selbst im Krieg als Fotolaborant einer Propagandakompanie zugeordnet und wurde über seine heimlichen Aufnahmen aus dem Warschauer Ghetto und als Berichterstatter der Nürnberger Prozesse zu einem anerkannten Regimegegner und Publizisten.

von Reiner Hartmann

Der „Stern“ und die Fotografie

In diesem Text soll, zwangsläufig ausschnitthaft, anhand verschiedener Beispiele aus dem Bildjournalismus eine quellengestützte Analyse der Illustrierten „Stern“, der behandelten Themen und gezeigten Fotografien aus der ersten Dekade ihres Erscheinens von 1948 bis 1959 erfolgen. Hierbei werden sowohl die personellen Kontinuitäten und ersten Umbrüche im generationellen Wechsel von Redakteuren und Fotografen[4] als auch inhaltliche Bezüge der verwendeten Fotografien zum NS-Staat betrachtet.

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Schwarz-Weiß-Fotografie von vier Männern, die um einen Tisch mit Entwürfen stehen.
„Stern“-Redakteure beim Layouten: Henri Nannen, Franz Kliebhan, Eberhard Seeliger und Gerd Heidemann (v. l. n. r.), Hamburg, o.D., Fotograf: unbekannt. Quelle: Privatarchiv Bernd Kliebhan © mit freundlicher Genehmigung

von Reiner Hartmann

Auflistungen von Fotografen, Redakteuren und Verlegern in der Bundesrepublik der 1950er Jahre

Um Vergleiche und Bewertungen von personellen Kontinuitäten im Bildjournalismus der Bildillustrierten „Stern“ im Beitrag von Reiner Hartmann „Der ‚Stern‘ und die Fotografie. NS-Kontinuität im (Bild-)Journalismus nach 1945“, erschienen am 3. Februar 2025 in Visual History, besser nachvollziehen zu können, werden hier mehrere aktuell (Stand: Januar 2025) in Bearbeitung befindliche Zusammenstellungen veröffentlicht. Weitere Bearbeitungsfortschritte sollen gegebenenfalls […]

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Graue Skulptur, auf der in mehreren Sprachen die Begriffe Erinnerung und Gedächtnis stehen
Screenshot Website: Internationales Gedenkstättentreffen, Bundesstiftung Aufarbeitung, https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vernetzen/internationales-gedenkstaettentreffen-kreisau [31.01.2025]

von Christine Bartlitz

Erinnerung im Fokus: Bilder, Macht und Deutungskämpfe in Europa zwischen 1945, 1990 und 2025

Das Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen in Kreisau beschäftigt sich im Jahr 2025 mit dem historischen Bildgedächtnis in Verbindung mit den historischen Zäsuren „80 Jahre Kriegsende“ und „35 Jahre Zusammenbruch der kommunistischen Staaten“. Im Fokus der Tagung steht die Frage, wie der Einsatz und die Rezeption von Fotografien und Bildern die Erinnerung an historische Ereignisse in Ost- und […]

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Graues Cover mit roter Schrift; darunter ein gezeichnetes Flugzeit mit Banner über eine Stadt fliegend.
Cover: Elena Korowin, Krieg geht viral. Visuelle Kultur und Kunst im Ukraine-Krieg, transcript Verlag, Bielefeld 2023, unter Verwendung der Abbildung „StopLying!“, März 2022, MAKE, Moskau ©

von Josephine Kuban

Das Schweigen überwinden

„Krieg geht viral“ ist wohl auch drei Jahre nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine ein passender Untertitel für diesen Krieg. Doch für ihr Buch sammelte die Kunstwissenschaftlerin Elena Korowin bereits in den Jahren 2022/23 visuelle Kultur und Kunst aus dem digitalen Raum und analysierte die ganz unterschiedlichen künstlerischen Reaktionen aus der Ukraine, Russland und […]

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Ein schwarzer Tisch von oben fotografiert, auf den Personen einzelne Fotografien legen.
Anke Heelemann, neubelichtung, 2024, Interaktive Installation im Rahmen des Festivals OSTEN, Tisch mit 900 Bild- und Textkarten © Anke Heelemann, neubelichtung, 2024 © VG Bildkunst, Bonn 2024

von Christine Bartlitz

Installation: neubelichtung. Ein Album mit Bitterfeld-Wolfen

Welches Bild zeichnen private Fotografien von unserem Leben und den Umwälzungen der Geschichte? Wie haben die Menschen in Bitterfeld-Wolfen ihre Welt fotografisch festgehalten? Dank zahlreicher Beiträge konnte die Künstlerin Anke Heelemann die unterschiedlichsten persönlichen Perspektiven zusammentragen – aus Fotoalben, Erinnerungskisten und Brigade-Tagebüchern, querbeet durch das letzte Jahrhundert. Die Bilder zeigen das Alltägliche des Lebens, zugleich […]

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Foto eines Kinosaals von hinten; darüber Schrift

von Christine Bartlitz

CfP: Abschied von der Wirklichkeit? KI und die audiovisuellen Medien

„Nothing you are about to see is real“ – mit diesen Worten beginnt das Handbuch zum KI-Bildgenerator DALL-E 2 auf der Webseite Dallery Gallery. KI-Technologien haben vor Kurzem die Schwelle zur nahezu fotorealistischen Generierung von Bildern und Filmen überschritten. Bereits jetzt verändern sie die Arbeitswelt und Medienproduktion grundlegend – und doch stehen wir vermutlich erst […]

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Gezeichnete Postkarte, auf der Schrift, eine Hütte und ein Mann mit Bastrock, Schild und Speer zu sehen sind.
Abb. 1: Digitalisat einer der Postkarten Mieslers aus dem Online-Archiv des Museum of Fine Arts Boston: Deutsche Kolonial-Ausstellung, Berlin 1896, MFA Boston, Prints and Drawings, 2014.6725, https://collections.mfa.org/objects/626255/deutsche-kolonialausstellung [10.01.2025]

von Daniel Jankowski

Imaginierte Kolonien im Treptower Park

rafiker und Aussteller schufen – durch die vom europäischen Rassismus geprägte, undifferenzierte Vermischung südwest- und ostafrikanischer Kultursymbole – mit der „Wache“ am Tor die imaginierte Repräsentation eines Kolonisierten, der die deutschen Schutzgebiete als scheinbar Unterlegener bewachte und seine Kolonisatoren an deren Eingang gefügig passieren ließ.

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Zwei Buchcover mit roter und schwarzer Schrift und zwei Schwarz-Weiß-Fotografien
Teaser Dogramaci und Roth

von Christine Bartlitz

Zwei neue Bände in der Reihe „Visual History. Bilder und Bildpraxen in der Geschichte“ erschienen

London war in den 1930er und 1940er Jahren eine Metropole des künstlerischen Exils und ein Ort der Zuflucht vor nationalsozialistischer Verfolgung. Exilierte gründeten Galerien, Verlage und Zeitschriften, sie kooperierten mit lokalen Künstler:innen, organisierten Ausstellungen, verbanden sich in Netzwerken.

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Logo der Universität und Schrift
Screenshot Universität Innsbruck: https://www.uibk.ac.at/de/congress/ideologisierte-bergbilder/ [06.01.2025]

von Christine Bartlitz

Ideologisierte Bergbilder? Dokumentarische Fotografie im Alpenraum in den 1930er bis 1950er Jahren

Historische Fotografien aus dem Alpenraum sind heute weitverbreitet, zuvorderst in touristischen Kontexten, aber auch in politischen Zusammenhängen. Vor dem Hintergrund der Debatte um die Fotografin Erika Hubatschek (1917-2010), deren Bilder von Bergbauern, Landwirtschaft und bäuerlichen Arbeitswelten bis heute breite Rezeption erfahren, wobei nicht nur die Entstehungskontexte der Aufnahmen ausgeblendet, sondern auch die parteipolitisch-ideologischen Prägungen der […]

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Chinesische Neujahrsfeiern mit Laternen in Singapur, 25. Januar 2019. Foto: Dileep Kaluaratchie, Quelle: Wikimedia Commons https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chinese_New_Year_Celebrations_with_Lanterns_in_Singapore.jpg#/media/File:Chinese_New_Year_Celebrations_with_Lanterns_in_Singapore.jpg, Lizenz: CC BY-SA 4.0

von Christine Bartlitz

VH-Empfehlungen der Redakteurinnen aus dem Jahr 2024

Für das vergangene Jahr 2024 haben sich die Mitglieder der Redaktion von Visual History noch einmal die veröffentlichten Beiträge auf dem Portal angeschaut und einige davon zur Wieder- oder Neu-Lektüre empfohlen.

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Collage von sechs Bildern mit Zahlen und Fotos

von Christine Bartlitz

Advent, Advent 2024 …

24 x Geschichte(n) des Jahres 2024 Kolleg:innen am ZZF haben jeweils ein Foto für das Jahr 2024 aus ihrer privaten digitalen Handy-Sammlung ausgewählt: Welche Geschichten stecken hinter den Bildern, welche Fragen werfen sie auf, welche Vergangenheit halten sie wach? Die Bilder und Texte sind vom 1. bis zum 24. Dezember 2024 auf dem Instagram-Account von […]

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Blaues Banner mit KWI-Logo und weißer und goldener Schrift „Guilty Pleasures“

von Christine Bartlitz

Podiumsdiskussion: It’s a Shame. Sichtbarkeit und ihre Grenzen

Wer sich schämt, verliert sein Gesicht, möchte im Erdboden versinken oder zumindest den Augen anderer entfliehen. Dabei geht Scham immer aufs Ganze, sie ahndet die kleine Taktlosigkeit ebenso wie schwere Verfehlungen, partizipiert am urältesten Gefühlsbestand und ist gleichzeitig eine Reaktion subtilster Art. Wenn „Scham der große Stillmacher“ ist, wie die Autorin Lea Schneider schreibt, überrascht […]

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Roter Umschlag: links: Zeichnung eines Mannes, der eine Schlange erwürgt, rechts: Titel, Untertitel, Autorin
Cover: Acelya Bakir, Sehen, Hören, Mitmachen. Die mediale Inszenierung der Moskauer Schauprozesse und die Mobilisierungskampagnen in der Sowjetunion (1936-1938), Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2025 ©

von Gerhard Paul

Rezension: Acelya Bakir, Sehen, Hören, Mitmachen

Die bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnete Düsseldorfer Dissertationsschrift von Acelya Bakir mit dem Titel „Sehen, Hören, Mitmachen. Die mediale Inszenierung der Moskauer Schauprozesse und die Mobilisierungskampagnen in der Sowjetunion (1936-1938)“, die soeben im Stuttgarter Franz Steiner Verlag erschienen ist, die erste Studie zur Bilder- und Symbolwelt der Moskauer Prozesse in ihrer Gesamtheit überhaupt dar. Sie darf daher sowohl im inhaltlichen wie im methodischen Sinne als Pionierstudie gewertet werden.

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Zeitschriften-Titelbild mit Logo und Foto eines jungen Mannes mit Hut
Screenshot der Website „Fotogeschichte“ 44 (2024), H. 174 [12.12.2024] https://www.fotogeschichte.info/bisher-erschienen/hefte-ab-150/174/

von Christine Bartlitz

Aktuelles Heft der „FOTOGESCHICHTE“: Andere sehen …

Die Beiträge des Themenhefts untersuchen fotografische Strategien der gesellschaftlichen Aus- und Abgrenzung, aber auch der Selbstermächtigung, Aneignung und Respektbezeugung.

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