von Lisa Hölscher
Motion Comics als Medium für einen emotional-globalhistorischen Perspektivwechsel
Das Medium Motion Comic kann in der historisch-politischen Bildungsarbeit vielseitig genutzt werden, um junge Menschen für die Zeitgeschichte zu interessieren. Denn das Medium ermöglicht Perspektivwechsel auf verschiedenen Ebenen und emotionale Zugänge – Aspekte, die in der Vermittlung von komplexen und historischen Zusammenhängen neben der reinen Wissensvermittlung grundlegend sind.
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von Maren Jung-Diestelmeier
Doing Images – Doing Displays
Den Animationsfilm „Am Lagertor“ über die Befreiung des KZ Sachsenhausen kann jede Person heute über die Plattform YouTube abrufen – unabhängig davon, ob sie in der Schule oder im Zug auf ihre Handy-App guckt, am Schreibtisch oder in einem Café arbeitet oder müde auf dem Sofa sitzt:
von Sonja Hugi
Gewaltdarstellungen in Graphic Novels
Wie können Geschichten so erzählt werden, dass Leute sie hören wollen? Die Frage stellt sich insbesondere allen, die ein Interesse daran haben, dass sich die Gesellschaft mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzt. Vor allem, wenn diese Geschichte schmerzhaft ist oder so lange zurückliegt, dass scheinbar keine Berührungspunkte zum aktuellen Leben mehr vorhanden sind.
von Bettina Köhler
Zeichnen als Instrument
Aus der Position der Visual History muss ein Comic daher der Frage standhalten: Wie vermittelt man den theoretischen Anspruch an eine Zeichnung, mehr zu sein, als eine bloße Bebilderung des geschriebenen Wortes oder die Reproduktion einer historischen Referenz? Geht das überhaupt, wenn Autor:in und Illustrator:in aus so gegensätzlichen Arbeitsfeldern kommen, die wiederum zum Gegenstand des Bildes so konträre Positionen vertreten?
von Lukkas Busche
Neue Perspektiven auf die Geschichte des Massakers von Gardelegen
Neue Perspektiven können dort eröffnet werden, wo Überlieferungslücken den Blick auf die Geschichte einschränken oder das vorhandene Quellenmaterial aus didaktischen Erwägungen nicht präsentiert werden sollte.
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von Christine Gundermann
Comics als Medium von Erinnerungskultur(en) verstehen
In meinem Beitrag soll es vor allem um den Comic als Erinnerungsmedium gehen, also als Medium, in dem einerseits individuelle Erinnerungen visualisiert werden, das aber andererseits auch als Ausdruck von spezifischen (kollektiven) Erinnerungen verstanden werden kann.
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von Christine Bartlitz
Was man nicht sieht! Perspektivwechsel durch Comics
Mit dieser Einleitung startet das Themendossier „Was man nicht sieht! Perspektivwechsel durch Comics“ auf Visual History. In den folgenden Wochen werden wir Beiträge präsentieren, in denen Comics in Publikationen, Ausstellungen, Filmen und digitalen Spielen sowie in VR-Anwendungen anhand konkreter Praxisbeispiele genauer in den Blick genommen werden.
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von Christine Bartlitz
CfP: Rural Photography in Europe During the Long Nineteenth Century
The international research project PICTURE invites scholars of all grades to participate in a series of online workshops leading up to an in-person symposium and exhibition at the University of Paris Cité (November 13-15, 2025).
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von Christine Bartlitz
CfA: Sonderausgabe „Das digitale Bild: Glokalisierung, Ethik und Bildhandeln”
Die Sonderausgabe „Das digitale Bild: Glokalisierung, Ethik und Bildhandeln“ soll 2026 bei „kommunikation@gesellschaft“ erscheinen.
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von Christine Bartlitz
CfP: Studientage für Fotografie 2025: „Fotografie und Bewegung“ / „Photography and Movement“
Bereits zum sechsten Mal finden die Studientage für Fotografie als internationales interdisziplinäres Forschungskolloquium am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK) statt.
von Christine Bartlitz
Tagung: Gewaltbilder im Fokus
Die Auseinandersetzung mit Gewaltbildern stellt eine zentrale Herausforderung für die Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus und der Shoah dar. Fotografien und Filmaufnahmen der NS-Verbrechen – insbesondere die fotografischen und filmischen Aufnahmen der Alliierten aus den befreiten Lagern – dienten u.a. in den Nachkriegsprozessen als historische Beweise. Sie wurden in Ausstellungen und dokumentarischen Filmen verwendet und […]
von Violetta Rudolf
„Ich dachte, wenn ich die Umstände zeige, helfe ich, sie zu beseitigen …“
Mihály Moldvay ist 1962 als „Gastarbeiter“ aus Jugoslawien in die Bundesrepublik gekommen. Statt – wie gedacht – nach einiger Zeit mit dem als Autoschlosser verdienten Geld in seine Heimat zurückzukehren, ist er geblieben. Moldvay machte eine Ausbildung zum Fotoreporter und arbeitete 35 Jahre lang als einer der wenigen festangestellten Fotojournalisten beim „Stern“. Vor etwas mehr […]
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von Alexander Elspaß
Ansichtskarten ausstellen
Im Rahmen unseres Praxisprojekts im Masterstudiengang Public History haben wir uns intensiv mit der Sammlung Peter Plewka auseinandergesetzt und auf Basis der über 5500 digitalisierten Ansichtskarten aus Berlin-Kreuzberg vor 1945 eine digitale Ausstellung kuratiert.
von Rolf Sachsse
Rezension: Gerhard Paul, Die Bundesrepublik. Eine visuelle Geschichte
In der Einleitung bezeichnet Gerhard Paul etwas kokett die Bundesrepublik Deutschland als „alte Dame“, aus deren „Bilderschatz“ er ein „Album“ zusammengestellt habe …
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von Christine Bartlitz
Das „Bildliche“ in Recht und Religionen
Bilder im Speziellen und visuelle Objekte im Allgemeinen sind kulturell geformte Gegenstände eigener Art. Anders als Texte oder gesprochene Sprache sind visuelle Kulturobjektivationen (Karl Mannheim) Phänomene, die mehrdeutig sind und manchmal auch Gegensätzlichkeit in sich verkörpern. Mancher Sinn erschließt sich uns unmittelbar beim Betrachten solcher Objekte, mancher anderer Sinn bleibt uns ohne spezifisches Wissen verborgen. […]
von Kavita-Kathleen Toora
Zigarettensammelalben der Firma Reemtsma im Dienst des Nationalsozialismus
Der Cigaretten-Bilderdienst Altona-Bahrenfeld gehörte zur Zigarettenfirma Reemtsma und war einer der anerkanntesten Herausgeber solcher Zigarettensammelalben. Nach der Machtübernahme der NSDAP im Jahr 1933 brachte der Bilderdienst Sammelalben heraus, deren Inhalte in Kooperation mit dem Fotografen Heinrich Hoffmann, der die Bilder beisteuerte, und der NS-Regierung entstanden, die über das RMVP Inhalte zu den Sammelalben anfertigte.
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von Reiner Hartmann
Der „Stern“ und die Fotografie
In diesem Text soll, zwangsläufig ausschnitthaft, anhand verschiedener Beispiele aus dem Bildjournalismus eine quellengestützte Analyse der Illustrierten „Stern“, der behandelten Themen und gezeigten Fotografien aus der ersten Dekade ihres Erscheinens von 1948 bis 1959 erfolgen. Hierbei werden sowohl die personellen Kontinuitäten und ersten Umbrüche im generationellen Wechsel von Redakteuren und Fotografen[4] als auch inhaltliche Bezüge der verwendeten Fotografien zum NS-Staat betrachtet.
von Reiner Hartmann
Auflistungen von Fotografen, Redakteuren und Verlegern in der Bundesrepublik der 1950er Jahre
Um Vergleiche und Bewertungen von personellen Kontinuitäten im Bildjournalismus der Bildillustrierten „Stern“ im Beitrag von Reiner Hartmann „Der ‚Stern‘ und die Fotografie. NS-Kontinuität im (Bild-)Journalismus nach 1945“, erschienen am 3. Februar 2025 in Visual History, besser nachvollziehen zu können, werden hier mehrere aktuell (Stand: Januar 2025) in Bearbeitung befindliche Zusammenstellungen veröffentlicht. Weitere Bearbeitungsfortschritte sollen gegebenenfalls […]
von Christine Bartlitz
Erinnerung im Fokus: Bilder, Macht und Deutungskämpfe in Europa zwischen 1945, 1990 und 2025
Das Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen in Kreisau beschäftigt sich im Jahr 2025 mit dem historischen Bildgedächtnis in Verbindung mit den historischen Zäsuren „80 Jahre Kriegsende“ und „35 Jahre Zusammenbruch der kommunistischen Staaten“. Im Fokus der Tagung steht die Frage, wie der Einsatz und die Rezeption von Fotografien und Bildern die Erinnerung an historische Ereignisse in Ost- und […]
von Josephine Kuban
Das Schweigen überwinden
„Krieg geht viral“ ist wohl auch drei Jahre nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine ein passender Untertitel für diesen Krieg. Doch für ihr Buch sammelte die Kunstwissenschaftlerin Elena Korowin bereits in den Jahren 2022/23 visuelle Kultur und Kunst aus dem digitalen Raum und analysierte die ganz unterschiedlichen künstlerischen Reaktionen aus der Ukraine, Russland und […]
von Christine Bartlitz
Installation: neubelichtung. Ein Album mit Bitterfeld-Wolfen
Welches Bild zeichnen private Fotografien von unserem Leben und den Umwälzungen der Geschichte? Wie haben die Menschen in Bitterfeld-Wolfen ihre Welt fotografisch festgehalten? Dank zahlreicher Beiträge konnte die Künstlerin Anke Heelemann die unterschiedlichsten persönlichen Perspektiven zusammentragen – aus Fotoalben, Erinnerungskisten und Brigade-Tagebüchern, querbeet durch das letzte Jahrhundert. Die Bilder zeigen das Alltägliche des Lebens, zugleich […]
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von Christine Bartlitz
CfP: Abschied von der Wirklichkeit? KI und die audiovisuellen Medien
„Nothing you are about to see is real“ – mit diesen Worten beginnt das Handbuch zum KI-Bildgenerator DALL-E 2 auf der Webseite Dallery Gallery. KI-Technologien haben vor Kurzem die Schwelle zur nahezu fotorealistischen Generierung von Bildern und Filmen überschritten. Bereits jetzt verändern sie die Arbeitswelt und Medienproduktion grundlegend – und doch stehen wir vermutlich erst […]
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von Daniel Jankowski
Imaginierte Kolonien im Treptower Park
rafiker und Aussteller schufen – durch die vom europäischen Rassismus geprägte, undifferenzierte Vermischung südwest- und ostafrikanischer Kultursymbole – mit der „Wache“ am Tor die imaginierte Repräsentation eines Kolonisierten, der die deutschen Schutzgebiete als scheinbar Unterlegener bewachte und seine Kolonisatoren an deren Eingang gefügig passieren ließ.
von Christine Bartlitz
Zwei neue Bände in der Reihe „Visual History. Bilder und Bildpraxen in der Geschichte“ erschienen
London war in den 1930er und 1940er Jahren eine Metropole des künstlerischen Exils und ein Ort der Zuflucht vor nationalsozialistischer Verfolgung. Exilierte gründeten Galerien, Verlage und Zeitschriften, sie kooperierten mit lokalen Künstler:innen, organisierten Ausstellungen, verbanden sich in Netzwerken.
von Christine Bartlitz
Ideologisierte Bergbilder? Dokumentarische Fotografie im Alpenraum in den 1930er bis 1950er Jahren
Historische Fotografien aus dem Alpenraum sind heute weitverbreitet, zuvorderst in touristischen Kontexten, aber auch in politischen Zusammenhängen. Vor dem Hintergrund der Debatte um die Fotografin Erika Hubatschek (1917-2010), deren Bilder von Bergbauern, Landwirtschaft und bäuerlichen Arbeitswelten bis heute breite Rezeption erfahren, wobei nicht nur die Entstehungskontexte der Aufnahmen ausgeblendet, sondern auch die parteipolitisch-ideologischen Prägungen der […]
von Christine Bartlitz
VH-Empfehlungen der Redakteurinnen aus dem Jahr 2024
Für das vergangene Jahr 2024 haben sich die Mitglieder der Redaktion von Visual History noch einmal die veröffentlichten Beiträge auf dem Portal angeschaut und einige davon zur Wieder- oder Neu-Lektüre empfohlen.
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von Christine Bartlitz
Advent, Advent 2024 …
24 x Geschichte(n) des Jahres 2024 Kolleg:innen am ZZF haben jeweils ein Foto für das Jahr 2024 aus ihrer privaten digitalen Handy-Sammlung ausgewählt: Welche Geschichten stecken hinter den Bildern, welche Fragen werfen sie auf, welche Vergangenheit halten sie wach? Die Bilder und Texte sind vom 1. bis zum 24. Dezember 2024 auf dem Instagram-Account von […]
von Christine Bartlitz
Podiumsdiskussion: It’s a Shame. Sichtbarkeit und ihre Grenzen
Wer sich schämt, verliert sein Gesicht, möchte im Erdboden versinken oder zumindest den Augen anderer entfliehen. Dabei geht Scham immer aufs Ganze, sie ahndet die kleine Taktlosigkeit ebenso wie schwere Verfehlungen, partizipiert am urältesten Gefühlsbestand und ist gleichzeitig eine Reaktion subtilster Art. Wenn „Scham der große Stillmacher“ ist, wie die Autorin Lea Schneider schreibt, überrascht […]
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von Gerhard Paul
Rezension: Acelya Bakir, Sehen, Hören, Mitmachen
Die bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnete Düsseldorfer Dissertationsschrift von Acelya Bakir mit dem Titel „Sehen, Hören, Mitmachen. Die mediale Inszenierung der Moskauer Schauprozesse und die Mobilisierungskampagnen in der Sowjetunion (1936-1938)“, die soeben im Stuttgarter Franz Steiner Verlag erschienen ist, die erste Studie zur Bilder- und Symbolwelt der Moskauer Prozesse in ihrer Gesamtheit überhaupt dar. Sie darf daher sowohl im inhaltlichen wie im methodischen Sinne als Pionierstudie gewertet werden.
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von Christine Bartlitz
Aktuelles Heft der „FOTOGESCHICHTE“: Andere sehen …
Die Beiträge des Themenhefts untersuchen fotografische Strategien der gesellschaftlichen Aus- und Abgrenzung, aber auch der Selbstermächtigung, Aneignung und Respektbezeugung.
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